Am 11. Juni 2026 beginnt die größte Fußballweltmeisterschaft der Geschichte — 48 Mannschaften treten in den USA, Mexiko und Kanada an. Fünf Sportredakteure haben die formstärksten Teams unter die Lupe genommen und ein Power-Ranking erstellt. Das Ergebnis überrascht: Deutschland steht besser da als erwartet, während Spanien klarer Favorit ist.
- Platz 15: Schweiz
- Platz 14: Österreich
- Platz 13: Ecuador
- Platz 12: Niederlande
- Platz 11: Norwegen
- Platz 10: Elfenbeinküste
- Platz 9: Japan
- Platz 8: Brasilien
- Platz 7: Marokko
- Platz 6: Deutschland
- Platz 5: England
- Platz 4: Portugal
- Platz 3: Argentinien
- Platz 2: Frankreich
- Platz 1: Spanien — klarer Turnierfavorit
- Das komplette Power-Ranking im Überblick
Platz 15: Schweiz
Die „Eidgenossen“ haben 2025 keine einzige Niederlage kassiert und vier ihrer sechs WM-Qualifikationsspiele gewonnen — bei gerade einmal zwei Gegentoren. Dennoch fehlen Achtungserfolge gegen namhafte Gegner. In diesem Jahr gewannen die Schweizer zudem nur eines von vier Testspielen. Nach dem mageren 1:1 gegen Australien in der Generalprobe mahnte Kapitän Granit Xhaka: „So darfst du nicht auftreten, sonst fährst du nach drei Spielen nach Hause.“
Platz 14: Österreich
Ralf Rangnicks Team meisterte die WM-Qualifikation trotz einer Niederlage gegen Rumänien souverän mit sechs Siegen in acht Spielen. In den Testspielen 2026 siegte Österreich gegen Ghana (5:1), Südkorea (1:0) und Tunesien (1:0). Ein herber Dämpfer: die schwere Verletzung von Leipzig-Star Christoph Baumgartner.
Platz 13: Ecuador
Deutschlands Gruppengegner gehört zu den gefährlichsten Underdogs des Turniers. In der südamerikanischen Qualifikation lief nur Argentinien besser — vor allem die Defensive mit gerade einmal fünf Gegentoren in 18 Spielen stach heraus. Bei interkontinentalen Vergleichen blieb „La Tri“ jedoch ohne Siege, was die Einordnung auf diesem Platz begründet.
Platz 12: Niederlande
„Oranje“ marschierte souverän durch die Qualifikation und blieb ohne Niederlage. Der Start ins WM-Jahr glückte mit einem 2:1-Erfolg gegen Norwegen. Zuletzt gab es aber kleinere Dämpfer — darunter eine 0:1-Niederlage gegen Algerien und der Ausfall dreier potenzieller Leistungsträger: Matthijs de Ligt, Xavi Simons und Jurriën Timber stehen beim Turnier nicht zur Verfügung.
Platz 11: Norwegen
Kein europäisches Team hat in der Qualifikation mehr Tore erzielt als Norwegen (37 Treffer). Neben Superstar Erling Haaland — mit 55 Toren in 50 Länderspielen Rekordtorschütze — bietet das Team mit Sørloth, Nusa und Ødegaard weitere Offensivgefahr. Die Qualifikationsform war beeindruckend, in diesem Jahr reichte es jedoch nur zu einem Sieg gegen Schweden.
Platz 10: Elfenbeinküste
Der zweite deutsche Gruppengegner, den das DFB-Team keinesfalls unterschätzen darf. Die Elfenbeinküste spielte eine makellose WM-Qualifikation: zehn Partien, zehn ohne Niederlage, kein einziges Gegentor. Die Offensive mit Bundesliga-Durchstarter Yan Diomande ist brandgefährlich — das 2:1 gegen Frankreich zuletzt unterstrich das eindrucksvoll.
Platz 9: Japan
Dass Japan nicht unterschätzt werden darf, haben die „Samurai Blue“ bereits bei der WM 2022 bewiesen — damals mit Siegen gegen Deutschland und Spanien. Seitdem ist die Mannschaft nicht schwächer geworden. In Testspielen schlug Japan zuletzt England (1:0) und Brasilien (3:2). Das WM-Aus von Brighton-Star Kaoru Mitoma ist allerdings ein empfindlicher Rückschlag.
Platz 8: Brasilien
Nach einem desaströsen Qualifikationsstart läuft es seit der Übernahme durch Carlo Ancelotti im Sommer 2025 wieder besser. Der 3:1-Sieg über WM-Dritten Kroatien im April war ein Lebenszeichen. Trotz Rückschlägen gegen Frankreich und Japan bleibt die Qualität enorm — Ancelotti schwärmt: „Praktisch jede Liste der fünf besten Spieler der Welt würde Vinícius Junior und Raphinha enthalten.“
Platz 7: Marokko
2022 war Marokko die große Überraschung und WM-Vierter — auch 2026 ist der afrikanische Vertreter wieder ernsthaft einzuschätzen. Acht Siege in acht Qualifikationsspielen sprechen für sich, dazu gewann Marokko den Afrika-Cup. In den jüngsten Testspielen blieb allerdings ein internationales Ausrufezeichen aus.
Platz 6: Deutschland
In der FIFA-Weltrangliste nur auf Platz zehn geführt — in der Realität aber deutlich stärker. Das DFB-Team von Julian Nagelsmann geht mit neun Siegen in Folge ins Turnier. Florian Wirtz, Kai Havertz und Aleksandar Pavlović sind die Hoffnungsträger. Der Final-Four-Auftritt in der Nations League zeigte jedoch, dass der letzte Schritt zur Weltspitze noch fehlt. In der WM-Gruppe E warten Ecuador, Elfenbeinküste und Curaçao.
Platz 5: England
Der Vizeeuropameister von 2021 und 2024 zählt erneut zu den Mitfavoriten. Trainer Thomas Tuchel kann auf einen Kader voller Stars zurückgreifen, angeführt von Harry Kane. Die Qualifikation verlief makellos — acht Spiele, acht Siege, kein Gegentor. Zuletzt dämpften aber biedere Auftritte die Hoffnungen: 1:1 gegen Uruguay, 0:1 gegen Japan, 1:0 gegen Neuseeland.
Platz 4: Portugal
Souverän durch die Qualifikation, Sieger der Nations League — Portugal gehört zu den formstärksten Teams der vergangenen zwei Jahre. Auf dem Weg zum Nations-League-Triumph setzten sich die Iberer gegen Deutschland und Spanien durch. Die Testspiele 2026 überzeugten weniger vollständig, die Qualität im Kader bleibt jedoch überragend.
Platz 3: Argentinien
Der amtierende Weltmeister tritt als Nummer eins der FIFA-Weltrangliste an. Argentinien schloss die südamerikanische Qualifikation als mit Abstand bestes Team ab, Lionel Messi und Co. gaben sich auch in Testspielen keine Blöße. Die Testspielvorbereitung fand allerdings ausschließlich gegen schwächere Gegner statt — was die Einordnung auf Platz drei rechtfertigt.
Platz 2: Frankreich
Keine Nation verfügt über eine vergleichbare Talentdichte. Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé und Michael Olise bilden eine der gefährlichsten Offensivreihen der Welt. Die Qualifikation verlief ohne Niederlage. Zuletzt zeigten die „Bleus“ jedoch einen Hauch von Schwäche — 1:2 gegen die Elfenbeinküste und ein 4:5-Halbfinalaus in der Nations League gegen Spanien.
Platz 1: Spanien — klarer Turnierfavorit
Über allen thront der amtierende Europameister. Spanien hat die WM-Qualifikation souverän gemeistert und verlor die letzte Partie über 90 Minuten vor über zwei Jahren — ein einzigartiger Wert. Das Nations-League-Finale verlor das Team zwar im Elfmeterschießen, ansonsten gibt es kaum Schwachstellen.
Besonders bemerkenswert: Spanien tritt ohne einen einzigen Profi von Real Madrid an — und ist trotzdem exzellent besetzt. Lamine Yamal, Rodri, Pedri und Fabián Ruiz verleihen dem Team Weltklasseniveau in allen Mannschaftsteilen. Der Weg zum Titel führt in der Gruppenphase durch Gruppe H mit Kap Verde, Saudi-Arabien und Uruguay.
Das komplette Power-Ranking im Überblick
- 🇪🇸 Spanien — klarer Favorit, ungeschlagen seit über zwei Jahren
- 🇫🇷 Frankreich — größte Talentdichte der Welt
- 🇦🇷 Argentinien — amtierender Weltmeister, Nummer eins der Welt
- 🇵🇹 Portugal — Nations-League-Sieger, Qualität ohne Ende
- 🏴 England — Vizeeuropameister, zuletzt etwas blass
- 🇩🇪 Deutschland — neun Siege in Folge, besser als die Weltrangliste zeigt
- 🇲🇦 Marokko — WM-Vierter von 2022, wieder ein Kandidat
- 🇧🇷 Brasilien — unter Ancelotti wieder auf Kurs
- 🇯🇵 Japan — gefährlicher Außenseiter
- 🇨🇮 Elfenbeinküste — makellose Qualifikation, starke Offensive
- 🇳🇴 Norwegen — Haaland und Co. torgefährlich
- 🇳🇱 Niederlande — geschwächt durch Verletzungsausfälle
- 🇪🇨 Ecuador — bester Underdog des Turniers
- 🇦🇹 Österreich — solide, aber ohne Baumgartner
- 🇨🇭 Schweiz — zuletzt unter den Erwartungen

