Das Oktoberfest 2026 ist die 191. Auflage der Wiesn und läuft von Samstag, 19. September, bis Sonntag, 4. Oktober 2026 auf der Theresienwiese in München. 16 Tage, zwei volle Wochenenden und mittendrin der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober – wer plant, sollte früh entscheiden, wann er kommt.
Termine und Ablauf
Eröffnet wird traditionell am ersten Samstag: Um 12 Uhr sticht der Münchner Oberbürgermeister im Schottenhamel-Festzelt das erste Fass an, erst danach wird ausgeschenkt. Am Sonntag darauf folgt der Trachten- und Schützenzug, am zweiten Sonntag das Standkonzert vor der Bavaria.
Der Eintritt auf das Festgelände ist frei, ebenso der Zutritt zu den Zelten – solange Platz ist. An Abenden und Wochenenden schließen die großen Zelte allerdings regelmäßig wegen Überfüllung. Wer sicher sitzen will, braucht eine Reservierung.
Was das Oktoberfest 2026 kostet
- Maß Festbier: 14,80 bis 15,90 Euro, im Schnitt rund 15,40 Euro – ein Plus von etwa 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr
- Am günstigsten: Augustiner-Festhalle und Wirtshaus zum Schichtl mit rund 14,90 Euro
- Am teuersten: Armbrustschützen-Festzelt, Bräurosl und Löwenbräu-Festzelt mit 15,90 Euro
- Trinkgeld: ein bis zwei Euro pro Maß sind üblich und faktisch eingepreist
- Oide Wiesn: vier Euro Eintritt, ab 21 Uhr frei; Fahrgeschäfte dort ab 1,50 Euro
Realistisch kalkulieren Sie einen Tag im Zelt mit 70 bis 100 Euro pro Person inklusive Essen. Der größere Kostenblock ist ohnehin die Übernachtung: Münchner Hotelpreise vervielfachen sich in diesen 16 Tagen. Wer flexibel ist, wohnt entlang der S-Bahn-Achsen in Dachau, Freising oder Rosenheim.
Reservierung: wie sie funktioniert
Reservierungen laufen ausschließlich direkt über die Festwirte, nicht über die Stadt. Die Vergabe startet meist im Januar und ist häufig bis März vergeben. Üblich sind Tische für zehn Personen mit Verzehrgutscheinen – zwei Maß und ein halbes Hendl pro Person sind der Standard. Angebote von Drittanbietern mit hohen Aufschlägen sind verbreitet und oft unnötig.
Ohne Reservierung klappt es trotzdem, wenn Sie den Zeitpunkt klug wählen: werktags vormittags ab Öffnung, spätestens gegen 11 Uhr im Zelt sein, dann bleibt der Platz meist bis zum Nachmittag.
Mit Kindern auf die Wiesn
An den beiden Familientagen – jeweils dienstags – sind die Fahrgeschäfte deutlich günstiger. Kinder unter sechs Jahren dürfen die Zelte nur bis 20 Uhr besuchen, danach gilt Zutrittsverbot. Ruhiger und kindgerechter ist die Oide Wiesn mit historischen Fahrgeschäften, Marionettentheater und Mitmachprogramm im Museumszelt.
Wer den Wiesn-Besuch zum Kurzurlaub ausbaut, findet Anregungen in den Beiträgen zu Städtereisen in Deutschland und Herbstferien 2026.
Alternativen zur großen Wiesn
Wem München zu voll oder zu teuer ist, findet im September und Oktober kleinere Volksfeste mit ähnlichem Charakter: das Cannstatter Volksfest in Stuttgart, die Bremer Freimarkt-Tradition im Norden oder das Oktoberfest in Hannover. Die Bierpreise liegen dort meist zwei bis vier Euro niedriger, Reservierungen sind kurzfristiger möglich.
Auch in München selbst gibt es Ausweichmöglichkeiten: Die Biergärten am Chinesischen Turm oder am Nockherberg schenken während der Wiesn-Zeit ebenfalls Festbier aus – ohne Gedränge und zu normalen Preisen.
Praktische Tipps
- Öffentlich anreisen: U4/U5 Theresienwiese, U3/U6 Goetheplatz oder zu Fuß vom Hauptbahnhof – Parkplätze gibt es faktisch keine.
- Taschenregel beachten: Rucksäcke und größere Taschen über drei Liter sind auf dem Gelände nicht erlaubt.
- Bargeld mitnehmen: Viele Bedienungen rechnen weiterhin bar ab.
- Tracht muss nicht sein, fällt aber positiv auf. Die Dirndlschleife rechts signalisiert traditionell „vergeben“.
- Treffpunkt ausmachen: Im Zelt ist das Handy oft nutzlos – Netz und Lautstärke sind gleichermaßen überfordert.
Häufige Fragen
Wann ist das Oktoberfest 2026?
Vom 19. September bis 4. Oktober 2026, insgesamt 16 Tage. Der Fassanstich findet am 19. September um 12 Uhr statt.
Was kostet die Maß?
Je nach Zelt zwischen 14,80 und 15,90 Euro, in den meisten großen Zelten rund 15,40 Euro.
Brauche ich eine Reservierung?
Nicht zwingend – in allen großen Zelten bleibt ein Teil der Plätze frei. Für Abende, Wochenenden und größere Gruppen ist sie faktisch Pflicht.
Wann ist es am ruhigsten?
Von Montag bis Donnerstag vormittags und am frühen Nachmittag. Das erste Wochenende und der 3. Oktober sind die vollsten Tage.
Wie lange haben die Zelte geöffnet?
Werktags in der Regel von 10 bis 23.30 Uhr, an Wochenenden ab 9 Uhr. Der letzte Ausschank endet gegen 22.30 Uhr.

