Zweimal im Jahr geraet der Alltag kurz aus dem Takt: Die Zeitumstellung auf die Winterzeit steht 2026 am Sonntag, dem 25. Oktober an. Dann werden die Uhren nachts um 3 Uhr auf 2 Uhr zurueckgestellt. Die Nacht dauert damit eine Stunde laenger, und wer keinen Schichtdienst hat, bekommt eine Stunde Schlaf geschenkt.
Termin, Regel und Hintergrund der Zeitumstellung
Der Termin ist EU-weit einheitlich geregelt: Die Sommerzeit endet immer am letzten Sonntag im Oktober und beginnt am letzten Sonntag im Maerz. In Deutschland wurde die Sommerzeit 1980 eingefuehrt, urspruenglich mit dem Ziel, Energie zu sparen. Dieser Effekt hat sich in Untersuchungen nie klar belegen lassen: Der geringere Bedarf an Beleuchtung am Abend wird durch zusaetzliches Heizen an kuehlen Fruehlingsmorgen weitgehend ausgeglichen. Die von der EU seit Jahren diskutierte Abschaffung ist bislang nicht umgesetzt, weil sich die Mitgliedstaaten nicht auf eine dauerhafte Zeitzone einigen konnten.
Wer sich die Richtung nie merken kann, nutzt die Gartenmoebel-Regel: Im Sommer werden sie vor das Haus gestellt, die Uhr also vorgestellt. Im Winter kommen sie zurueck in den Schuppen, die Uhr wird zurueckgestellt.
Warum der Koerper trotzdem reagiert
Eine gewonnene Stunde klingt harmlos, doch die innere Uhr richtet sich nicht nach dem Zifferblatt, sondern nach dem Tageslicht. Das Hormon Melatonin steuert den Schlaf-Wach-Rhythmus und wird durch Helligkeit unterdrueckt. Nach der Umstellung faellt der Abend abrupt frueher in die Dunkelheit, waehrend der Koerper noch dem alten Rhythmus folgt. Typisch sind in den ersten Tagen fruehes Erwachen, Muedigkeit am Nachmittag und Konzentrationsschwankungen. Besonders spuerbar ist das bei Kindern, aelteren Menschen und ausgepraegten Spaettypen. Nach etwa drei bis sieben Tagen hat sich der Rhythmus in der Regel angepasst, denn die Umstellung im Herbst faellt den meisten Menschen leichter als die im Fruehjahr.
So kommen Sie leichter durch die Umstellung
Am wirksamsten ist Licht am Morgen: Ein Spaziergang von 20 bis 30 Minuten kurz nach dem Aufstehen liefert selbst an bedeckten Tagen ein Vielfaches der Helligkeit einer Wohnungsbeleuchtung und stabilisiert die innere Uhr. Hilfreich ist ausserdem, den Rhythmus schon einige Tage vorher schrittweise zu verschieben, Schlafenszeit und Mahlzeiten also taeglich um etwa 15 Minuten anzupassen. Am Abend sollten Sie helles, blaustichiges Bildschirmlicht reduzieren und schwere Mahlzeiten, Alkohol und spaeten Koffeinkonsum meiden. Ein kurzes Mittagsschlaefchen von hoechstens 20 bis 30 Minuten hilft gegen das Nachmittagstief, ohne die Nacht zu stoeren. Wer regelmaessig Sport treibt, verlegt intensive Einheiten besser in den frueheren Abend.
Was sonst noch zu beachten ist
Praktisch relevant wird die Umstellung fuer Schichtarbeitende, deren Nachtdienst eine Stunde laenger dauert, sowie fuer Bahnreisende in dieser Nacht. Denken Sie ausserdem an analoge Uhren in Auto, Backofen, Heizungssteuerung und Zeitschaltuhren, die sich nicht automatisch anpassen. Und weil es abends deutlich frueher dunkel wird, steigt das Unfallrisiko im Berufsverkehr: Wildwechsel, schlechte Sicht und nasses Laub treffen jetzt zusammen. Reflektierende Kleidung und funktionierende Beleuchtung sind ab diesem Wochenende Pflicht, fuer Fussgaenger ebenso wie fuer Radfahrer und Laeufer.
Wie andere Laender damit umgehen
Die Sommerzeit gilt in allen EU-Staaten zeitgleich, weltweit ist sie dagegen die Ausnahme. Russland hat sie 2011 abgeschafft und blieb zunaechst dauerhaft bei der Sommerzeit, bevor 2014 auf die Winterzeit zurueckgewechselt wurde. Die Tuerkei stellt seit 2016 nicht mehr um. In grossen Teilen Asiens, Afrikas und Suedamerikas wird ohnehin nicht umgestellt, und in den USA gilt eine abweichende Regelung mit spaeterem Termin im November. Fuer Reisende bedeutet das: In den Wochen rund um die Umstellung verschieben sich Zeitdifferenzen voruebergehend, etwa zwischen Mitteleuropa und der Ostkueste der USA. Wer in dieser Phase Videokonferenzen, Fluege oder Anschluesse plant, sollte Zeitangaben immer mit Zeitzone notieren.
Haeufige Fragen
Wann ist die Zeitumstellung 2026?
In der Nacht zum Sonntag, 25. Oktober 2026. Um 3 Uhr werden die Uhren auf 2 Uhr zurueckgestellt.
Wird die Uhr vor- oder zurueckgestellt?
Zurueck. Die Nacht dauert eine Stunde laenger, die Sommerzeit endet und die normale mitteleuropaeische Zeit gilt wieder.
Wird die Umstellung abgeschafft?
Beschlossen ist nichts. Die EU diskutiert das Thema seit Jahren, eine Einigung ueber eine dauerhafte Zeitzone steht weiterhin aus.
Wie lange dauert die Anpassung?
Meist drei bis sieben Tage. Licht am Morgen, feste Schlafzeiten und Bewegung verkuerzen die Phase deutlich.

