Wer Elterngeld beantragen möchte, sollte die wichtigsten Dokumente bereits vor der Geburt vorbereiten. Einige Unterlagen erhält man allerdings erst danach, insbesondere die Geburtsurkunde und die endgültigen Nachweise über Mutterschaftsleistungen.
- Welche Unterlagen braucht man für den Elterngeldantrag?
- Welche Geburtsurkunde braucht man für Elterngeld?
- Welche Einkommensnachweise brauchen Arbeitnehmer?
- Welche Unterlagen brauchen Selbstständige?
- Welche Nachweise benötigt die Mutter für Mutterschaftsgeld?
- Welche Unterlagen brauchen Beamtinnen und Soldatinnen?
- Welche Unterlagen braucht man bei Teilzeitarbeit?
- Brauchen unverheiratete Eltern zusätzliche Unterlagen?
- Welche Unterlagen sollte man für den Onlineantrag bereithalten?
- Wo kann man Elterngeld 2026 online beantragen?
- Praktische Checkliste: Unterlagen für Elterngeld
- Für die meisten Anträge
- Zusätzlich für Arbeitnehmerinnen
- Zusätzlich für Selbstständige
- Zusätzlich bei Teilzeitarbeit
- Zusätzlich bei unverheirateten Eltern
- Welche Unterlagen können zusätzlich verlangt werden?
- Was sollte man vor der Geburt vorbereiten?
Welche Unterlagen tatsächlich notwendig sind, hängt von der persönlichen Situation ab. Arbeitnehmer, Selbstständige, Beamte oder Eltern, die während des Elterngeldbezugs weiterarbeiten, müssen teilweise unterschiedliche Nachweise einreichen.
Die folgende Übersicht zeigt, welche Unterlagen für Elterngeld in Deutschland normalerweise benötigt werden und welche zusätzlichen Dokumente je nach Situation dazukommen können.
Welche Unterlagen braucht man für den Elterngeldantrag?
Zu den wichtigsten Unterlagen gehören normalerweise:
- Geburtsurkunde beziehungsweise geeigneter Geburtsnachweis des Kindes;
- Nachweise über das Einkommen vor der Geburt;
- gegebenenfalls Nachweise über Mutterschaftsgeld;
- gegebenenfalls Bescheinigung über den Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld;
- bei Teilzeitarbeit Nachweis über die Arbeitszeit;
- bei Selbstständigkeit entsprechende Steuer- und Einkommensunterlagen.
Welche Dokumente im konkreten Fall eingereicht werden müssen, steht zusätzlich im Elterngeldantrag der zuständigen Stelle. Die offiziellen Richtlinien nennen unter anderem auch Personalausweis beziehungsweise Aufenthaltstitel als mögliche Nachweise der Anspruchsvoraussetzungen. BMBFSFJ
Welche Geburtsurkunde braucht man für Elterngeld?
Die Geburtsurkunde des Kindes gehört zu den zentralen Unterlagen für den Antrag.
Bei modernen digitalen Verfahren kann die zuständige Elterngeldstelle die Geburtsdaten unter bestimmten Voraussetzungen auch elektronisch beim Standesamt abrufen. Dafür muss die antragstellende Person der elektronischen Datenübermittlung zustimmen. Das ist inzwischen ausdrücklich im BEEG geregelt. Законы в Интернете
Deshalb muss nicht in jedem Fall zwingend ein Papieroriginal eingereicht werden. Entscheidend ist, welches Verfahren die zuständige Elterngeldstelle verwendet.
Welche Einkommensnachweise brauchen Arbeitnehmer?
Bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern werden normalerweise Lohn- oder Gehaltsabrechnungen verlangt.
Für die Mutter sind grundsätzlich die zwölf Monate vor dem Monat relevant, in dem der Mutterschutz beginnt.
Für den Vater beziehungsweise den anderen Elternteil sind in der Regel die zwölf Monate vor der Geburt des Kindes maßgeblich. BMBFSFJ
Diese Unterlagen benötigt die Elterngeldstelle, um das maßgebliche Einkommen vor der Geburt zu bestimmen.
Inzwischen kann die Behörde unter bestimmten Voraussetzungen Einkommensdaten auch elektronisch abrufen. Dafür ist grundsätzlich die Einwilligung der betroffenen Arbeitnehmerin oder des Arbeitnehmers erforderlich. Законы в Интернете
Welche Unterlagen brauchen Selbstständige?
Bei Selbstständigen wird für die Einkommensermittlung normalerweise der Steuerbescheid des letzten abgeschlossenen Veranlagungszeitraums vor der Geburt herangezogen.
Zusätzliche Nachweise können notwendig werden, wenn beispielsweise:
- noch kein endgültiger Steuerbescheid vorliegt;
- neben der Selbstständigkeit eine Beschäftigung besteht;
- während des Elterngeldbezugs weitergearbeitet wird;
- Einkommen nach der Geburt erwartet wird.
Die Elterngeldstelle kann in solchen Fällen weitere Unterlagen zur Gewinn- und Einkommensermittlung verlangen. BMBFSFJ
Welche Nachweise benötigt die Mutter für Mutterschaftsgeld?
Arbeitnehmerinnen müssen normalerweise nachweisen, welche Mutterschaftsleistungen sie erhalten.
Relevant sind insbesondere:
- Bescheinigung der Krankenkasse über das Mutterschaftsgeld nach der Geburt;
- Bescheinigung des Arbeitgebers über den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld.
Bei bestimmten digitalen Verfahren kann die Antragstellerin auch einer elektronischen Übermittlung der Angaben durch die Krankenkasse zustimmen. BMBFSFJ
Das ist wichtig, weil Mutterschaftsleistungen bei der Berechnung des Elterngeldes berücksichtigt werden.
Welche Unterlagen brauchen Beamtinnen und Soldatinnen?
Für Beamtinnen und Soldatinnen gelten teilweise andere Nachweise.
Benötigt werden insbesondere Bescheinigungen über:
- Dienstbezüge während des Mutterschutzes;
- gegebenenfalls Zuschüsse zu diesen Bezügen.
Diese Nachweise ersetzen die typischen Unterlagen zum Mutterschaftsgeld gesetzlich versicherter Arbeitnehmerinnen. BMBFSFJ
Welche Unterlagen braucht man bei Teilzeitarbeit?
Wer während des Elterngeldbezugs weiterarbeitet, muss Angaben zu Arbeitszeit und voraussichtlichem Einkommen machen.
Bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern kann eine Arbeitszeitbestätigung des Arbeitgebers verlangt werden.
Selbstständige müssen ihre Arbeitszeit grundsätzlich selbst erklären. Zusätzlich kann die Elterngeldstelle einen Nachweis oder eine Prognose des voraussichtlichen Einkommens während des Bezugszeitraums verlangen. BMBFSFJ
Brauchen unverheiratete Eltern zusätzliche Unterlagen?
Bei unverheirateten Eltern kann ein Nachweis über die Anerkennung oder Feststellung der Vaterschaft erforderlich sein.
Die offiziellen Elterngeld-Richtlinien nennen diesen Nachweis ausdrücklich bei nichtehelichen Kindern, sofern die entsprechenden Daten nicht bereits auf anderem Weg vorliegen. BMBFSFJ
Es ist daher sinnvoll, die Vaterschaftsanerkennung nach Möglichkeit bereits vor der Geburt zu erledigen.
Welche Unterlagen sollte man für den Onlineantrag bereithalten?
Für den aktuellen Onlineantrag werden unter anderem folgende Angaben beziehungsweise Dokumente benötigt:
| Unterlage oder Angabe | Warum sie gebraucht wird |
|---|---|
| Personalausweis oder Aufenthaltstitel | persönliche Daten |
| Krankenkassenkarte | Angaben zur Krankenversicherung |
| Steuer-ID | steuerliche Identifikation |
| Bankverbindung | Auszahlung des Elterngeldes |
| Geburtsdaten des Kindes | Prüfung des Anspruchs |
| Einkommensnachweise | Berechnung des Elterngeldes |
| gegebenenfalls Mutterschaftsleistungen | Anrechnung auf das Elterngeld |
Der aktuelle Online-Dienst nennt Personalausweis beziehungsweise Aufenthaltstitel, Krankenkassenkarte, Steuer-ID und Bankverbindung ausdrücklich als Unterlagen, die beim Ausfüllen bereitliegen sollten. mein-elterngeldantrag.de
Wo kann man Elterngeld 2026 online beantragen?
Für neue Anträge gibt es inzwischen den Online-Dienst mein-elterngeldantrag.de.
Dort wird zunächst anhand der Postleitzahl ermittelt, welche Elterngeldstelle zuständig ist. Je nach Bundesland beziehungsweise Behörde stehen anschließend unterschiedliche Funktionen zur Verfügung, beispielsweise:
- digitales Ausfüllen des Antrags;
- Upload von Nachweisen;
- teilweise vollständig elektronische Antragstellung.
Zum Start des Onlineantrags genügt laut aktuellem Dienst grundsätzlich ein BundID-Konto mit Benutzername und Passwort. mein-elterngeldantrag.de
Der frühere Dienst ElterngeldDigital wird für neue Anträge nicht mehr verwendet. Dort können lediglich ältere, bereits angelegte Anträge weiterhin eingesehen werden. elterngeld-digital.de
Praktische Checkliste: Unterlagen für Elterngeld
Für die meisten Anträge
- Elterngeldantrag
- Geburtsurkunde oder digitaler Geburtsnachweis
- Einkommensnachweise
- Steuer-ID
- Bankverbindung
- gegebenenfalls Identitäts- oder Aufenthaltsnachweis
Zusätzlich für Arbeitnehmerinnen
- Lohn- oder Gehaltsabrechnungen
- Nachweis über Mutterschaftsgeld
- Bescheinigung über Arbeitgeberzuschuss
Zusätzlich für Selbstständige
- letzter relevanter Steuerbescheid
- gegebenenfalls Gewinn- oder Einkommensnachweise
- Prognose des Einkommens während des Bezugs
Zusätzlich bei Teilzeitarbeit
- Arbeitgeberbescheinigung über Arbeitszeit
- Angaben zum Einkommen während des Bezugs
Zusätzlich bei unverheirateten Eltern
- gegebenenfalls Nachweis über Vaterschaftsanerkennung oder Feststellung der Vaterschaft
Welche Unterlagen können zusätzlich verlangt werden?
Die Checkliste deckt die typischen Fälle ab. Trotzdem kann die Elterngeldstelle weitere Nachweise verlangen.
Das ist beispielsweise möglich bei:
- ausländischen Einkünften;
- Wohnsitz oder Beschäftigung im Ausland;
- mehreren Einkommensarten;
- selbstständiger Nebentätigkeit;
- fehlendem Steuerbescheid;
- Teilzeitarbeit während des Bezugs;
- ungeklärter Vaterschaft;
- besonderen familienrechtlichen Konstellationen.
Deshalb sollte man immer auch die Hinweise im Antrag der tatsächlich zuständigen Elterngeldstelle beachten.
Was sollte man vor der Geburt vorbereiten?
Viele Dokumente können bereits vor der Geburt zusammengestellt werden.
Dazu gehören insbesondere Einkommensnachweise, Steuerunterlagen, persönliche Daten, Steuer-ID, Bankverbindung und gegebenenfalls die Vaterschaftsanerkennung.
Nach der Geburt müssen dann insbesondere die Angaben zum Kind sowie Nachweise über tatsächlich gezahlte Mutterschaftsleistungen ergänzt werden.
Je vollständiger der Antrag eingereicht wird, desto geringer ist das Risiko, dass die Elterngeldstelle später Unterlagen nachfordern muss.

