Die Core-Muskulatur bildet die stabile Grundlage des Körpers und ist an nahezu jeder Bewegung beteiligt – vom Gehen bis zum Heben schwerer Gegenstände. Ist die Körpermitte geschwächt, steigt die Belastung für den unteren Rücken, die Haltung verschlechtert sich und die allgemeine Leistungsfähigkeit sinkt. Für Anfänger ist es sinnvoll, nicht nur einzelne Übungen auszuführen, sondern strukturierte Trainingseinheiten zu absolvieren. Das Training zu Hause ermöglicht einen einfachen Einstieg ohne Geräte und lässt sich individuell steigern. Nachfolgend finden Sie drei vollständige Workouts, die drei Mal pro Woche durchgeführt werden können.
Training Nr. 1: Grundlegende Stabilisation
Dieses Training zielt auf die Aktivierung der tiefen Bauch- und Rückenmuskulatur ab. Es eignet sich besonders für Personen ohne Vorerfahrung im Core-Training. Alle Bewegungen werden kontrolliert und in ruhigem Tempo ausgeführt. Die Pause zwischen den Übungen beträgt etwa 30 Sekunden. Nach einem Durchgang empfiehlt sich eine Erholung von 1–2 Minuten, bevor der nächste Zirkel beginnt.
Trainingsablauf:
- Unterarmstütz (Plank) – 30 Sekunden
- Glute Bridge – 15 Wiederholungen
- Dead Bug – 10 Wiederholungen pro Seite
- Bird-Dog – 10 Wiederholungen pro Seite
2–3 Durchgänge durchführen. Gesamtdauer: etwa 20 Minuten.
Training Nr. 2: Bauchmuskeln und schräge Muskulatur stärken
Dieses Workout legt den Schwerpunkt auf die vordere und seitliche Core-Muskulatur. Es verbessert die Rumpfkontrolle und unterstützt die Stabilität bei Rotationsbewegungen. Wichtig ist eine saubere Technik ohne ruckartige Bewegungen. Die Pause zwischen den Übungen beträgt 30–40 Sekunden.
Programm:
- Seitstütz – 20–30 Sekunden pro Seite
- Crunches – 15 Wiederholungen
- Russische Drehungen ohne Gewicht – 12–15 Wiederholungen
- Beinheben im Liegen (mit gebeugten Knien) – 12 Wiederholungen
2 Durchgänge absolvieren, bei guter Belastbarkeit optional einen dritten ergänzen.
Training Nr. 3: Core-Ausdauer und Stabilität
Dieses Training richtet sich an Anfänger, die bereits erste Grundlagen aufgebaut haben. Es kombiniert statische Halteübungen mit dynamischen Bewegungen. Ziel ist es, die Körperspannung auch unter Bewegung aufrechtzuerhalten. Zwischen den Übungen sind Pausen von bis zu 45 Sekunden vorgesehen.
Struktur:
- Plank mit Schultertippen – 20 Berührungen
- Langsame Mountain Climbers – 20 Wiederholungen
- Superman – 12 Wiederholungen
- Unterarmstütz – 40 Sekunden
2–3 Durchgänge je nach Trainingsstand durchführen.
Trainingsrhythmus und Progression
Für nachhaltige Fortschritte ist Regelmäßigkeit entscheidend. Eine sinnvolle Struktur ist beispielsweise Montag, Mittwoch und Freitag im Wechsel der drei Programme. Vor jeder Einheit sollte ein fünfminütiges Aufwärmen erfolgen, etwa mit Mobilisationsübungen für Schultern, Hüfte und Wirbelsäule.
| Woche | Plank-Dauer | Durchgänge |
|---|---|---|
| 1 | 20–30 Sek. | 2 |
| 2 | 30–40 Sek. | 2–3 |
| 3 | 40–50 Sek. | 3 |
| 4 | 60 Sek. | 3 |
Die Belastung sollte schrittweise gesteigert werden, um Überlastungen zu vermeiden. Bei Schmerzen im unteren Rücken ist eine Reduktion der Intensität sowie eine Überprüfung der Technik erforderlich.
Belastungssteuerung und Regeneration
Tägliches Core-Training ist für Anfänger nicht notwendig. Die Muskulatur benötigt Erholungszeit, um sich anzupassen und zu stärken. An trainingsfreien Tagen können leichte Dehnübungen oder Spaziergänge integriert werden. Die Atmung sollte kontrolliert erfolgen: Anspannung beim Ausatmen, Rückkehr in die Ausgangsposition beim Einatmen.
Durch die konsequente Umsetzung dieser Trainingspläne entwickelt sich eine stabile Körpermitte, die langfristig Haltung, Leistungsfähigkeit und Rückengesundheit unterstützt.
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