Der zehnte Wettkampftag der Olympischen Spiele 2026 war von hoher Intensität geprägt. Mehrere Wettbewerbe entschieden sich mit minimalen Abständen, was die Spannung bis zum Schluss aufrechterhielt. Während einige Athleten ihre Favoritenrolle bestätigten, mussten andere Rückschläge hinnehmen. Besonders im alpinen Skisport und im Bobsport fielen die Entscheidungen unter großem Druck. Die Resultate dieses Tages hatten spürbaren Einfluss auf den Medaillenspiegel.
Slalom: Straßer bleibt hinter den Erwartungen
Im Herren-Slalom konnte Linus Straßer seine Medaillenambitionen nicht umsetzen. Der deutsche Skirennläufer belegte am Ende nur den neunten Platz. Den Sieg sicherte sich der Schweizer Loïc Meillard, der seine starke Saisonleistung bestätigte. Silber ging an den Österreicher Fabio Gstrein, der lediglich 0,35 Sekunden Rückstand hatte. Bronze gewann der Norweger Henrik Kristoffersen, während sein Teamkollege Atle Lie McGrath nach Bestzeit im ersten Lauf im zweiten Durchgang ausschied.
Bob: Lochner mit deutlichem Vorsprung
Im Zweierbob der Männer liegt Johannes Lochner vor den abschließenden Läufen klar in Führung. Vor den letzten beiden Durchgängen beträgt sein Vorsprung auf Francesco Friedrich 0,80 Sekunden. Auf diesem Leistungsniveau gilt ein solcher Abstand als beachtlich. Adam Ammour belegt aktuell Rang drei und wahrt damit die Chance auf ein starkes deutsches Mannschaftsergebnis. Die finalen Läufe werden über die endgültige Medaillenvergabe entscheiden.
Shorttrack und niederländische Dominanz
Im Shorttrack gingen die Medaillen ohne deutsche Beteiligung über die Bühne. Die Niederlande unterstrichen erneut ihre Stärke auf dem Eis. Xandra Velzeboer gewann über 1000 Meter und sicherte sich damit ihr zweites Gold nach dem Triumph über 500 Meter. Silber holte die Kanadierin Courtney Sarault, Bronze ging an Kim Gilli aus Südkorea. Die niederländische Mannschaft festigte damit ihre Position im Gesamtklassement.
Monobob und Big Air: Entscheidungen mit minimalem Abstand
Im Monobob der Frauen verpasste Laura Nolte nur knapp den Olympiasieg. Im vierten Lauf wurde sie von der US-Amerikanerin Elana Meyers Taylor noch abgefangen und lag am Ende lediglich 0,04 Sekunden zurück. Nolte gewann Silber, während die Titelverteidigerin Kaillie Humphries Bronze holte.
Im Freestyle-Skiing Big Air der Frauen setzte sich überraschend die Kanadierin Megan Oldham durch. Sie erzielte 180,75 Punkte und verwies Eileen Gu mit 179,00 Punkten auf Rang zwei. Die Italienerin Flora Tabanelli komplettierte das Podium auf Platz drei.
Eiskunstlauf: Bronze im Paarlauf
Im Paarlauf sicherten sich Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin die Bronzemedaille. Nach dem Kurzprogramm lagen sie noch in Führung, konnten dieses Niveau in der Kür jedoch nicht vollständig halten. Mit insgesamt 219,09 Punkten reichte es dennoch für Platz drei. Gold gewannen die Japaner Riku Miura und Ryuichi Kihara, Silber ging an das georgische Duo Anastasiia Metelkina und Luka Berulava.
Der zehnte Wettkampftag verdeutlichte erneut, wie eng die Leistungsdichte bei den Olympischen Spielen 2026 ist und wie häufig Hundertstelsekunden oder minimale Bewertungsunterschiede über die Medaillen entscheiden.
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