Während der DAX-Index weiter auf Rekordwerte zusteuert, sieht es für Adidas heute weniger gut aus. Ein negativer Kommentar eines Analysten belastet die Aktien, die bis zum Tiefpunkt des Index gefallen sind.
Die Aktien von Adidas, dem bekannten Hersteller von Sportartikeln aus Herzogenaurach, zeigen eine entgegengesetzte Tendenz und sorgen für Besorgnis an der Frankfurter Börse. Zu Beginn des Tages befinden sich die Aktien am unteren Ende des DAX-Index und haben mehr als sechs Prozent verloren. Dies bringt sie näher an ihr 12-Monats-Tief, das im Februar des letzten Jahres bei etwas weniger als 150 Euro erreicht wurde. Der negative Trend des vergangenen Jahres setzt sich fort. Ein erheblicher Teil der Erholung, die Mitte November aufgrund der Aussicht auf die FIFA-Weltmeisterschaft dieses Jahr stattgefunden hatte, ist wieder verloren. Solche Großereignisse dienen traditionell als wichtige Bühne für den zyklischen Sektor, aber die erhoffte Erhöhung der Unternehmensziele fand nicht statt, und auch die hohen Zölle, die die USA im April verhängt haben, haben einen negativen Einfluss. Mit einem Rückgang von mehr als 28% gehört Adidas zu den größten Verlierern im DAX-Index im Jahr 2025.
Von „Kaufen“ zu „Verkaufen“
Der Grund für den heutigen Abwärtstrend war eine negative Bemerkung des Analysten der Bank of America, der das Rating von Adidas von „Kaufen“ auf „Unterdurchschnittlich“ senkte. Dies ist eine drastische Änderung, die auf eine grundlegende Neubewertung des Unternehmens hinweist, das zum DAX gehört. Die Reaktion der Investoren war entsprechend stark, da der Analyst die Frage aufwirft, was nach dem Hauptereignis des Jahres – der FIFA-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko – passieren könnte. Er glaubt, dass die Wachstumsstory, die kürzlich die Aktienkurse stützte, zu Ende ist. Stattdessen erlebt der weltweite Sportartikelmarkt eine Phase der Turbulenzen, die durch eine Veränderung der Verbrauchergewohnheiten, stärkeren Wettbewerb und eine zunehmende Preissensibilität der Käufer gekennzeichnet ist.
Sportartikelmarkt: Neue Herausforderungen und Wettbewerb
Aktionäre reagieren in der Regel zunächst negativ auf solche Prognosen. Sie sind jedoch an Schwankungen in diesem zyklischen Sektor gewöhnt, da auch die Aktien der Wettbewerber Puma und Nike zuletzt hohe Volatilität gezeigt haben. Der Markt für Sport- und Lifestyle-Produkte ist zunehmend gesättigt, was den Wettbewerb verstärkt. Unternehmen sind ständig unter Druck, neue Verbrauchertendenzen zu identifizieren und ihre Marken weiterzuentwickeln. Eine strategische Änderung, wenn sie angenommen wird, führt zunächst zu finanziellen Kosten, bietet jedoch gleichzeitig neue Möglichkeiten, wie das kürzliche Beispiel des amerikanischen Konkurrenten Nike zeigt.
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