Ihr Sitznachbar im Zug oder Flugzeug kann Ihre Nachrichten künftig nicht mehr mitlesen, wenn Sie das neue Samsung S26 Ultra nutzen. Der Hersteller hat ein Flaggschiff mit sogenanntem Privacy Display vorgestellt, das den Blickwinkel auf den Bildschirm einschränkt. Während bislang spezielle Schutzfolien notwendig waren, ist die Funktion nun direkt im Display integriert. Das Magazin COMPUTER BILD hat das Gerät bereits getestet und erste Eindrücke veröffentlicht. Samsung setzt dabei nicht nur auf Leistung, sondern verstärkt auch auf Datenschutz im Alltag.
Die Galaxy-S-Reihe gilt seit Jahren als Referenz im Android-Segment, trotz zunehmender Konkurrenz aus China. Neue Modelle sorgen regelmäßig für große Aufmerksamkeit, vergleichbar mit iPhone-Veröffentlichungen. Für 2026 hat Samsung drei Varianten vorgestellt: Galaxy S26, S26 Plus und S26 Ultra. Die zentrale technische Neuerung bleibt allerdings dem Topmodell vorbehalten. Das 6,9 Zoll große S26 Ultra verfügt exklusiv über das neue Sichtschutz-Display.
So funktioniert das Privacy Display
Nach Angaben des Unternehmens dauerte die Entwicklung der Technologie rund fünf Jahre. Das System arbeitet ähnlich wie eine klassische Sichtschutzfolie, ist jedoch software- und hardwareseitig integriert. Wird das Display seitlich betrachtet, erscheint es schwarz, während der Nutzer bei direkter Draufsicht weiterhin alle Inhalte klar erkennt. Dadurch sollen Nachrichten, Banking-Apps oder die Eingabe des PIN-Codes besser geschützt werden.
Die Funktion lässt sich manuell aktivieren oder gezielt für einzelne Anwendungen einstellen. So kann der Sichtschutz beispielsweise nur bei Messenger-Apps oder bei der Passworteingabe greifen. Im Praxistest fiel eine leichte Reduzierung der Helligkeit bei aktiviertem Modus auf. Für viele Anwender dürfte dieser Kompromiss jedoch angesichts des zusätzlichen Schutzes akzeptabel sein.
Leistung und Schnellladefunktion
Neben dem neuen Display bietet das S26 Ultra einen leistungsstärkeren Prozessor als das Vorgängermodell S25 Ultra. Zudem unterstützt das Gerät eine Schnellladeleistung von bis zu 60 Watt und ist damit das bislang am schnellsten ladende Samsung-Smartphone. Für Nutzer mit intensiver Alltagsnutzung stellt dies einen relevanten Vorteil dar.
Ein Akku mit hoher Kapazität sowie eine optimierte Energieverwaltung sollen für stabile Laufzeiten sorgen. Laut Hersteller bleibt die Performance auch unter hoher Belastung konstant. Ein verbessertes Kühlsystem soll Überhitzung verhindern und dauerhaft hohe Geschwindigkeiten ermöglichen.
Kamera und Videoverbesserungen
Die Hauptkamera verfügt über einen 200-Megapixel-Sensor, ergänzt durch ein 50-Megapixel-Teleobjektiv. Samsung verspricht eine verbesserte Lichtstärke, was insbesondere bei Nachtaufnahmen zu höherer Bildqualität führen soll. Die neue Stabilisierungstechnologie „Super Steady Video“ wurde entwickelt, um auch bei starken Bewegungen ruhige Videoaufnahmen zu ermöglichen.
Das Display besitzt zudem ausgeprägte Antireflexions-Eigenschaften, wodurch Fotos besonders kontrastreich wirken. Wie beim Vorgänger ist ein integrierter Stylus enthalten, der zusätzliche Funktionen für Notizen und kreative Anwendungen bietet. Diese Ausstattungsmerkmale bleiben ausschließlich dem Ultra-Modell vorbehalten und sind in S26 sowie S26 Plus nicht verfügbar.
Künstliche Intelligenz und Sprachassistenten
Samsung hat die KI-Funktionen weiter ausgebaut. Das System liefert im Alltag automatisch kontextbezogene Hinweise, etwa bei Terminplanung oder Organisation. In der Bildbearbeitung lassen sich mithilfe kurzer Texteingaben Hintergründe oder einzelne Bildelemente verändern. Dadurch können Nutzer Fotos deutlich anpassen oder kreativ umgestalten.
KI-generierte Inhalte werden entsprechend gekennzeichnet. Wer keine Datenübertragung an Online-Dienste wünscht, kann den Service „Galaxy AI“ vollständig deaktivieren. Allerdings steht dann auch der integrierte Google-Assistent Gemini nicht mehr zur Verfügung. Insgesamt sind drei Sprachassistenten vorinstalliert: Google Gemini, Samsung Bixby und Perplexity.
Unterschiede innerhalb der Serie
Die Modelle Galaxy S26 und S26 Plus bieten im Vergleich zu ihren Vorgängern nur moderate technische Verbesserungen. Gleichzeitig sind die Preise gestiegen. Das Privacy Display sowie die erweiterten Kamera- und KI-Funktionen bleiben dem S26 Ultra vorbehalten.
Der Fokus der neuen Generation liegt damit klar auf dem Ultra-Modell. Es kombiniert Datenschutzfunktionen, höhere Ladegeschwindigkeit und erweiterte KI-Anwendungen in einem Gerät. Wie sich insbesondere die Kamera bei Nachtaufnahmen im Alltag bewährt, wird sich erst in ausführlichen Langzeittests zeigen.

