Dehnübungen nach dem Training sind ein wesentlicher Bestandteil der Regeneration, der häufig unterschätzt wird. Viele Sportler beenden ihr Workout unmittelbar nach Kraft- oder Cardioeinheiten und verzichten auf eine gezielte Abwärmphase. Dabei trägt korrekt ausgeführtes Stretching dazu bei, Muskelspannungen zu reduzieren, die Beweglichkeit der Gelenke zu verbessern und die Erholungszeit zu verkürzen. Eine regelmäßige Dehnung kann Muskelkater abschwächen und das Risiko von Verletzungen verringern. Entscheidend ist, dass das Stretching systematisch durchgeführt wird und nicht aus zufälligen Bewegungen besteht.
Warum Dehnen nach dem Training wichtig ist
Während intensiver Belastung verkürzen sich die Muskeln und stehen unter erhöhter Spannung. Wird das Training abrupt beendet, verlangsamt sich die Durchblutung allmählich, wodurch Stoffwechselprodukte langsamer abtransportiert werden. Gezieltes Dehnen hilft, die Muskeln wieder in ihre natürliche Länge zu bringen und die Blutzirkulation zu fördern. Besonders nach Bein-, Rücken- oder Schultertraining ist eine bewusste Dehnphase sinnvoll, da diese Muskelgruppen häufig stark beansprucht werden. Darüber hinaus unterstützt regelmäßiges Stretching die langfristige Verbesserung der Flexibilität und Bewegungsamplitude.
Grundregeln für effektives Stretching
Damit Dehnübungen effektiv und sicher sind, sollten einige grundlegende Prinzipien beachtet werden. Stretching sollte ausschließlich bei bereits aufgewärmten Muskeln erfolgen, also direkt nach dem Hauptteil des Trainings. Die Bewegungen müssen langsam und kontrolliert ausgeführt werden, ohne ruckartige oder federnde Impulse. Jede Dehnposition sollte mindestens 20 bis 30 Sekunden gehalten werden, während ruhig und gleichmäßig geatmet wird. Ein moderates Spannungsgefühl ist normal, jedoch darf keine stechende oder starke Schmerzempfindung auftreten. Nur durch konsequente Wiederholung entsteht ein nachhaltiger Effekt.
Vor Beginn empfiehlt es sich, folgende Punkte zu berücksichtigen:
- Jede Dehnung 20–30 Sekunden halten
- Ruhig und tief atmen
- Keine ruckartigen Bewegungen ausführen
- Schmerz vermeiden
- Alle wichtigen Muskelgruppen einbeziehen
Diese Richtlinien tragen dazu bei, das Verletzungsrisiko zu minimieren und die Regeneration zu unterstützen.
Effektive Dehnübungen nach dem Workout

Nach dem Training sollten insbesondere die zuvor stark beanspruchten Muskelgruppen gedehnt werden. Eine grundlegende Übung ist die Dehnung der hinteren Oberschenkelmuskulatur im Stand oder im Sitzen mit einer Vorbeuge. Für den Quadrizeps eignet sich die klassische stehende Dehnung mit dem Griff zum Fuß hinter dem Körper. Schultern und oberer Rücken können effektiv durch das Überkreuzen des Arms vor der Brust gedehnt werden. Die Yoga-Position „Kindhaltung“ sorgt für Entspannung im unteren Rückenbereich und reduziert allgemeine Muskelspannung. Ergänzend unterstützt die Übung „Katze-Kuh“ eine sanfte Mobilisierung der Wirbelsäule.
Häufige Fehler beim Dehnen
Ein typischer Fehler besteht darin, die Dehnposition zu kurz zu halten, wodurch die Muskulatur nicht ausreichend entspannt wird. Ebenso problematisch ist es, die Dehnung mit übermäßigem Druck oder bis an die Schmerzgrenze auszuführen. Eine unkontrollierte Atmung kann die Muskelspannung zusätzlich erhöhen und den Effekt mindern. Manche Trainierende dehnen nur einzelne Körperbereiche und vernachlässigen andere Muskelgruppen. Um eine ausgewogene Regeneration zu gewährleisten, sollte stets auf eine gleichmäßige und vollständige Dehnroutine geachtet werden.
Wie lange sollte man sich dehnen?
Die empfohlene Dauer der Dehnphase liegt zwischen fünf und fünfzehn Minuten, abhängig von Intensität und Umfang des Trainings. Nach einer leichten Cardioeinheit reicht meist ein kürzeres Programm, während nach intensivem Krafttraining mehr Zeit eingeplant werden sollte. Wichtig ist, die besonders beanspruchten Muskelgruppen gezielt zu berücksichtigen. Bei Ganzkörpertrainings empfiehlt sich ein umfassendes Stretching-Programm für den gesamten Körper. Durch konsequente Anwendung verbessert sich langfristig die Beweglichkeit und die körperliche Leistungsfähigkeit.
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