Die Gewerkschaft ver.di hat für Montag, den 2. Februar 2026, einen bundesweiten Streik im kommunalen Nahverkehr angekündigt. In vielen Städten und Regionen müssen Fahrgäste mit massiven Einschränkungen rechnen, weil Busse, Straßenbahnen sowie U- und Stadtbahnlinien ausfallen können. Ver.di geht davon aus, dass in den betroffenen Betrieben der Verkehr teils vollständig zum Erliegen kommt und die Störung über den ganzen Tag spürbar bleibt. Nach Angaben der Gewerkschaft betrifft der Ausstand rund 100.000 Beschäftigte bei etwa 150 kommunalen Verkehrsbetrieben und Busunternehmen. Fahrgästen wird geraten, ihre Wege frühzeitig umzuplanen und für den Arbeitsweg deutlich mehr Zeit einzuplanen.
Mit dem Streik will ver.di den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen erhöhen und bessere Arbeitsbedingungen durchsetzen. Zu den Forderungen zählen unter anderem Entlastungen durch kürzere Arbeitszeiten und Schichten, längere oder zusätzliche Ruhepausen sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass die Deutsche Bahn im Fernverkehr keine Einschränkungen erwartet, weil der Ausstand den kommunalen Nahverkehr betrifft. In mehreren Metropolregionen sollen S-Bahn-Angebote grundsätzlich weiterlaufen, wobei es lokal dennoch zu Abweichungen in der Fahrgastinformation kommen kann. Niedersachsen gilt als Ausnahme, da dort für einen Teil der Beschäftigten weiterhin eine Friedenspflicht greift und die Streikbeteiligung dadurch eingeschränkt ist.

